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Gemeindebrief zum 26. Sonntag im Jahreskreis 27.09.2020

Schwestern und Brüder!

Euer Ja sei ein Ja, und Euer Nein ein Nein!
So heißt es in der Schrift!
Wenn ein Mensch sagt: Ja! Ja!.
Dann klingt das angestrengt.
Dann klingt das genervt.
Dann weiß man nicht, ob er das Ja ernst nimmt!
Wenn ein Mensch:
„Nein und nochmals Nein!" sagt, dann weiß man, wo man dran ist.

Sie und ich kennen diese Situationen:
„Ja, ja," damit man seine Ruhe hat.
Mutiger ist das Nein, und nochmals Nein!
Und manches Ja, kostet uns viel Kraft.

Ihr Pater George Palimattam Poulose

Mail: pater. palimattam@dormagen-nord.de

Kyrierufe

So lasst uns zu Jesus Christus bitten:

Du Jesus, bist das Ja des Vaters zu seiner Schöpfung:
Herr, erbarme Dich!

Du Jesus, bist das Nein des Vaters zu allem Bösen, zu aller Gewalt,
zu aller Ungerechtigkeit!
Christus, erbarme Dich!

Du Jesus, lehre uns das Ja zum Leben und zur Liebe und das Nein zum Bösen
und zur Sünde!
Herr, erbarme Dich!

Du Jesus, unser Lehrer und Herr,
wir bitten Dich, lehre uns im rechten Augenblick Ja zu sagen und es in Treue zu leben.
Wir bitten Dich, lehre uns im rechten Augenblick Nein zu sagen, damit wir uns selbst nicht überfordern.

So bitten wir im Heiligen Geist, dich Jesus Christus in Zeit und Ewigkeit.

Amen.

Predigt

Schwestern und Brüder!

Gott geht mit Leidenschaft an sein Werk!

Das Evangelium heute macht uns dies bewusst!
Matthäus traut uns etwas zu.
Er sagt zu ihnen und mir:
Du kannst es besser machen!
Du hast die Kraft in dir, Ja zu sagen und das Ja zu leben.
Nein zu sagen, und das nein zu halten!

Nichts ist schlimmer, als wenn die Menschen in der deutschen Sprache sagen:
„Bei der, bei dem, weiß man nicht, wo man dran ist!"
So eine, so einer, wollen Sie nicht sein, will ich nicht sein!
Darum dieses Evangelium.

Sei Du ein Mensch, auf den die anderen sich verlassen können.
Sei Du ein Mensch, von dem sie wissen, wo sie dran sind.
Sei eine „ehrliche Haut!"

Das macht Arbeit, das bringt Mühe, aber es lohnt sich.
Denn daraus erwächst ein Lebensgefühl,
das ihnen gut tut, denn die Erfahrung,
dass ich mein Wort halte,
dass ich mein Ja erfülle,
dass ich Nein sage, wo ich etwas nicht kann,
das bringt mich selbst ins Gleichgewicht.
Da fühle ich mich in meiner eigenen Haut wohl!

Ich werde eins mit mir, weil ich Wort halte und in mir erfahre: Mein Wort gilt!
Diese Erfahrung in mir springt über auf die anderen, denn sie wissen, wo sie bei mir dran sind.
Darum sage Ja, wenn du es einlösen kannst,
sage nein, wenn dies dir nicht möglich!

„Ehrlich währt am längsten!"
So sagen die Deutschen.

Wie wahr das ist, das erleben Sie und ich jeden Tag!
Darum bittet uns heute Jesus durch dieses Evangelium:
Dein Ja, ein Ja, dein Nein, ein Nein!

Sei Du eine „ehrliche Haut"!

Fürbitten

„Ehrlich währt am längsten!"

Herr, wir bitten dich:

Hilf uns ja zu sagen, wenn wir spüren:
Das packe ich!
Christus, höre uns!

Gib uns die Kraft, nein zu sagen, wenn wir merken:
Das überfordert mich. Das ist mir zu viel.
Christus, höre uns!

Stehe uns bei gerade in den Momenten, da wir uns belogen und betrogen fühlen. Christus, höre uns!

Stärke uns in der Situation, da ein Nein eines anderen Menschen uns enttäuscht,
aber aus ehrlichem Herzen kommt.
Christus, höre uns!

Erbarme dich unserer Verstorbenen, deren Ja uns getragen hat und deren Nein uns vielleicht verletzt hat.
Christus, höre uns!

„Ehrlich währt am längsten!",
Herr, gib uns die Kraft als „ehrliche Haut" durch die Tage unseres Lebens zu gehen!
Lass uns unser Ziel aufrecht erreichen, das Licht deiner frohen Ewigkeit.

Amen.

25.09.2020

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